Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Treppenlift

Wann ist ein Treppenlift sinnvoll?

Wer im Alltag körperlich eingeschränkt ist und nur noch schwer Treppen laufen kann, dem kann ein Treppenlift helfen, wieder mehr Lebensqualität zu bekommen. Bevor Sie wegen der Treppe über einen Umzug nachdenken, ist der Lift eine sinnvolle Investition.

Nicht nur für ältere Menschen ist ein Treppenlift sinnvoll – der Lift kann auch pflegebedürftigen Kindern oder nach einem Unfall helfen.

Gibt es Alternativen zum Treppenlift?

Ja, es gibt Alternativen zum Treppenlift: Treppenraupe, Treppensteiger, Deckenlift, Plattformlift, Hublift, Senkrechtlift/Homelift oder auch ein Außenlift. Welcher Lift der passende ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen und der konkreten Wohnsituation ab.

Wie sicher sind Treppenlifte?

Treppenlifte sind technische Einrichtungen, die in Deutschland gesetzliche Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen.

Für die Sicherheit eines Treppenlifts sorgen:

  • Totmann-Schaltung für den Not-Stopp
  • Notstromversorgung oder Absenkvorrichtung
  • Sensoren und Abstandsmesser, um Hindernisse auf der Treppe zu erkennen
  • Rutschfeste Oberfläche für den Sitz
  • Sicherheitsgurt
  • Armlehnen und Fußplatte
  • Sicherung gegen das Abrollen
  • CE-Kennzeichen
  • Schloss
  • Gemäßigte Geschwindigkeit

Was gibt es für Treppenlifte?

  • Sitzlift: klassischer Treppenlift – nicht für Rollstuhlfahrer geeignet
  • Plattformlift: Plattform für Rollstühle/Rollatoren
  • Stehlift: Hybrid aus Sitz- und Plattformlift – nicht für Rollstuhlfahrer geeignet, aber für alle, denen das Sitzen Schmerzen bereitet
  • Hublift: ähnlich zum Plattformlift, aber mit Hebebühne parallel zur Treppe mit besonders hoher Belastbarkeit

Was ist der passende Treppenlift für mich?

Der passende Treppenlift hängt vor allem von Ihrer gesundheitlichen Situation ab – daneben ist aber auch Ihre individuelle Wohnsituation ein wichtiger Faktor – wichtig ist eine Besichtigung und Vermessung durch einen Fachmann für Treppenlifte. Er kann dann den für Sie passenden Treppenlift konzipieren.

Was kostet ein Treppenlift?

  • Sitzlift mit gerader Treppe: 4.000 bis 8.000 €
  • Sitzlift mit kurviger Treppe: 9.000 bis 16.000 €
  • Plattformlift: 9.000 bis 18.000 €
  • Hublift: 6.000 bis 12.000 €
  • Senkrechtlift: 18.000 bis 40.000 €

Wer übernimmt die Kosten für einen Treppenlift?

Die Krankenkasse zahlt einen Zuschuss von bis zu 4.000 € pro Person, wenn sie einen Pflegegrad hat. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen Treppenlift-Zuschuss von 10 % vom Brutto-Kaufpreis bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beantragen – eine Förderung für altersgerechte Umbauten, die Barrieren auflösen.

Wie beantrage ich den Zuschuss für einen Treppenlift?

Wenn Sie einen Pflegegrad haben, können Sie bei der Krankenkasse bzw. Pflegeversicherung den Zuschuss für einen Treppenlift beantragen. Das geht mit einem Formular der Kasse.

Wichtig für den Antrag ist der Kostenvoranschlag für den Treppenlift, Begründung, warum der Lift notwendig ist, und der vollständig ausgefüllte Antrag.

Das Gute: Sie müssen sich um die Förderung keine Gedanken machen. Wir unterstützen Sie dabei, einen Pflegegrad zu beantragen und stellen dann bei Ihrer Kasse vor dem Einbau des Treppenlifts den Antrag auf Förderung.

Wie hoch ist der Zuschuss für einen Treppenlift?

Sie bekommen von der Krankenkasse bis zu 4.000 € Zuschuss für einen Treppenlift. Der Zuschuss wird pro Person gezahlt. Sind mehrere Personen im Haushalt auf einen Treppenlift angewiesen, können Sie die Förderung bündeln und z. B. für 4 Personen 16.000 € Zuschuss bekommen.

Wie breit muss die Treppe bzw. das Treppenhaus für den Treppenlift sein?

Wie breit eine Treppe mindestens sein muss, ist in Deutschland durch die Landesbauordnung und die DIN 18065 festgelegt. Die Mindestbreite für Treppen ist für Mehrfamilienhäuser anders als für Eigenheime.

  • Mehrfamilienhaus (mehr als 2 Wohnungen): 100 cm Mindestbreite der Treppe
  • Häuser mit max. 2 Wohnungen: 70 cm Mindestbreite der Treppe

Was muss ich für den Einbau vorbereiten?

Wichtig ist, dass am Anfangs- und Endpunkt des Treppenlifts genug Platz für die Haltepunkte des Lifts ist. Wenn Sie in einer Mietwohnung leben, müssen Sie Ihren Vermieter über den geplanten Einbau eines Treppenlifts informieren. Der Vermieter muss den Einbau in der Regel dulden, weil Sie als Mieter Anspruch auf einen barrierefreien Zugang zur Wohnung haben.

Haben Sie eine Eigentumswohnung, brauchen Sie das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft, bevor Sie den Treppenlift einbauen dürfen. Nur wenn Sie in einem öffentlichen Gebäude leben, müssen Sie für den Treppenlift einen Antrag auf Einbau eines Treppenschrägaufzugs stellen (Baugenehmigung).

Alles Weitere zur Treppenbreite und Mindestlaufbreite besprechen Sie direkt mit dem Fachmann für Treppenlifte bei der Besichtigung und Vermessung.

Wie wird der Treppenlift montiert?

Wie der Lift genau montiert wird, hängt von der Art des Lifts ab. In der Regel werden die Führungsschienen für den Treppenlift direkt entlang der Treppe an der Wand montiert. Eine deutlich stabilere, langfristig sichere und kostengünstigere Lösung bietet die Montage des Treppenlifts direkt auf den Treppenstufen.

Wie lange dauert der Einbau eines Treppenlifts?

Egal ob kurviger oder gerader Treppenlift, eine oder mehrere Etagen – die Monteure von Lift Konzept bauen Ihren Treppenlift innerhalb eines Arbeitstages ein.